TOURBOOK

08.06.2018 - ROCK AM BAHNWERK, 

GELSENKIRCHEN

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Dear Diary,

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nach einjähriger Abstinenz ist es endlich wieder soweit: Wir sind zurück in unserem Wohnzimmer, Rock am Bahnwerk 2018! Die letzten Tage waren eine Zitter-Partie mit beinah stündlichem Check der Wetter-App, und noch Freitag mittag geht ein mächtiger Schauer runter … das Bangen könnte nicht größer sein: Fällt dieses Open-Air nach den Höchsttemparaturen der letzten Wochen nun tatsächlich ins Wasser?

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Die Antwort lautet zum Glück: NEIN. Der Wettergott hat ein einsehen und stoppt den Regen nur wenige Stunden vor Beginn des Festivals, und wie durch ein Wunder bleibt uns selbst die Schlammschlacht à la Woodstock erspart und das Gelände ist trocken. Im Backstagebereich ist dann ein Pool aufgebaut, aber sooo gut ist das Wetter nun auch wieder nicht.

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Wir trudeln nach und nach ein, und witzige Gespräche beginnen bereits auf dem Parkplatz. Ein Riesenhallo natürlich auf dem Gelände selbst mit den Veranstaltern, aber auch vielen Bands wie Timeless Rock Music, Imperial Council, Punch´n´Judy, mit denen wir vor zwei Wochen noch im Underground gespielt haben, oder CJ Parker, die sich einfach von hinten ranschleichen und uns erschrecken! So wird es überhaupt nicht langweilig, und durch den Aufbau von zwei Bühnen, die abwechselnd bespielt werden, kommen wir heute in den luxuriösen Genuss, uns fast eine ganze Stunde Zeit für den Aufbau des Equipments nehmen zu können. Dennoch geht auch die schnell um, und nach einem kurzen Linecheck hat sich „die Meute“ vor unserer Bühne versammelt und es ist STAGETIME!

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Wie bereits in der Flottmannhalle nutzen wir die Größe der Location und die Dunkelheit, um Donald T. seine Drohungen aussprechen zu lassen und kommen erst zum Ende des Intros auf die Bühne. Dann erklingen ganz unaufgeregt die ersten Töne von Morning Sun, denn unser Ton-Mann Olli ist gerade noch rechtzeitig eingetroffen, um den Mix zu übernehmen. Unser Set haben wir gegenüber Wuppertal nur marginal verändert, da einige Coverbands auf dem Festival spielen, haben wir uns entschieden, „Nobody´s Wife“ ins Set zu nehmen, und weil in Ton und Bild mitgeschnitten wird, entscheiden wir uns für eine Weltpremiere und einen brandneuen Song: „The Real Thing“ wird ein Song des neuen Albums sein, und wir wollen den heute mal austesten. Mit dem Videodreh mit Publikum ist das nach der neuen DSGVO ja nun nicht mehr so einfach - Shirley fragt mal nach und bietet schwarze Klebestreifen als Alternative an, für alle, die nicht aufs Video wollen - aber entweder nimmt uns hier keiner ernst oder alle haben Bock drauf! Die Premiere gelingt, die Stimmung ist super, und als es schließlich heisst „Finale“ wird der Siedepunkt erreicht! Natürlich gibt es auch am Bahnwerk Zugaben, und nach „The Promise“ unterstreichen wir mit Zombie noch einmal unsere Message gegen Krieg, Hass und Rassismus und spannen den Bogen zurück zum Anfang!

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Eine besonders schöne Version gelingt uns heute, und auf Facebook kursiert diese schon seit Freitag Nacht als Videomitschnitt! So ist der Abend perfekt, wir bedanken uns bei einem tollen Publikum, und nachher werden noch einige nette Gespräche geführt, bevor wir nach Hause aufbrechen. Denn: Morgen müssen wir schon um 15 h wieder in Bochum sein zum nächsten Open Air! Und so sehr wir uns auf den nächsten Gig freuen, ist es schade, dass wir so den Festivalsamstag nicht miterleben können!

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Gelsenkirchen, es war schön, wieder ein Teil der Bahnwerk-Familie zu sein! Und da Fränkie unser Set nicht komplett gesehen hat, müssen wir wohl noch mal wiederkommen! ;-)

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Auf bald und Glückauf!

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Yours sincerely,

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*Shirley*Sanni*Theus*Marv*Rob*

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Foto oben: cstolte.de