TOURBOOK

10.02.2018 - domicil, DORTMUND

 

Dear Diary,

 

es ist mal wieder Samstag und die nächste Show steht an - heute stehen wir im Finale des DEW21 Dortmund Calling - Bandwettbewerbs, das im domicil stattfindet. Da die Running Order im Vorfeld festgelegt wurde und wir die letzte Band in der Jurywertung sind - Stagetime: 23:45 h - haben wir viiiieeel Zeit. Daher trudeln wir - wie allerdings die meisten der anderen Bands - kurz vor Beginn der Veranstaltung am domicil ein und stehen vor der ersten großen Herausforderung des Abends: einen Parkplatz finden! Am Karnevalssamstag in der Dortmunder Innenstadt? No way! Also erstmal „zweite Reihe“ ausladen und ein Parkhaus suchen, das durchgängig geöffnet ist. Die zweite Herausforderung besteht darin, unser Equipment getrennt von dem anderer Bands zu lagern, da der Platz heute doch sehr begrenzt ist. Platz dafür ist im Treppenhaus, erst vor ihrem Auftritt darf dann die nächste Band in einen Mini-Lagerraum vor der Bühne umziehen, der, wie sich später rausstellt, für das Equipment einer 5-köpfigen Band auch eher unterdimensioniert ist. Das ist auch der Backstage-Bereich, in dem zwar ein gut gefüllter Kühlschrank mit Dosenbier, Schnitzel von glücklichen Kühen und veganer Kartoffelsalat auf uns warten, in dem man aber keinerlei Berühungsängste haben darf, da man ständig die eigenen oder andere Bandmitglieder umrennt. Was zu witzigen Gesprächen und schnellem Kennenlernen führt, keine Frage!

 

Widmen wir uns dem weiteren Ort des Geschehens, nämlich der Bühne: Diese wirkt schön gross und aufgeräumt, und auch der Saal ist von der Größe ordentlich. Zu Beginn des Abends drückt sich das Publikum noch eher am Rand herum, doch dies soll sich schnell ändern, und später ist der Raum prall gefüllt mit Nicht-Karnevalisten und vor allem: Musikliebhabern! Nun geht es auch bald los mit „Safe by Sound“, die wie im Vorfinale auch heute Abend den Opener Slot ergattert haben. Die Jungs machen es echt gut, und trauen sich auch Außergewöhnliches: Nämlich sich einfach mal vorne vor die Monitorboxen zu stellen und einen Song ohne PA zu spielen - Respekt, das hat funktioniert! Weiter geht es mit VOCUZ, die wir noch nicht kennen, da sie in der anderen Vorrunde gespielt haben. Hut ab, eine sehr junge Band, die eine Riesenshow abliefert! Weiter mit Rosabelle Believe, die sich im domicil selbst übertreffen. Wir wechseln Blicke, und jeder weiss: Wir müssen nachher abliefern, und wie immer sich die Jury entscheiden mag, leicht wird diese Entscheidung nicht fallen. Inzwischen macht sich bei uns dann auch leichte Nervosität breit, umziehen, Equipment vorbereiten, die letzte Stunde vorm Auftritt geht verdammt schnell vorbei, viel zu schnell, um von den Bands noch etwas mitzubekommen. Die Stimmung in der Halle ist bei dem Gig der CLOX, die vor uns spielen, auf dem Siedepunkt. OK. Stagetime.

 

Das Intro läuft, und wir beginnen NATÜRLICH mit „Morning Sun“, wahrscheinlich kann man uns inzwischen mitten in der Nacht wecken, und wir greifen zu den Instrumenten und spielen diesen Song. „Godiva“ muss folgen, wir hatten diverse Möglichkeiten im Vorfeld diskutiert, aber uns letztlich für Bewährtes entschieden. Eine Entscheidung, die uns zugute kommt, den obwohl es einen Monitormischer gibt, was ja im Normalfall echter Luxus auf kleinen Bühnen ist, ist der Sound on stage eher suboptimal. Mit den Gitarrenboxen auf Ohrhöhe ist es für Theus und Sanni schwierig, noch etwas anderes als die eigene Gitarre zu hören, aber auch Shirley zieht als Resümee aus der Show, dass der heutigen Abend schon eine Konzentrationsgeschichte war. Also rocken wir uns fröhlich nach dem Motto „spiele ich immer so, wird wohl auch heute passen“ durch „Love is the Sun“, „Say No“, „Home“, „Rise & Shine“, „Cosmic War“ und „The Promise“. Und wer sich jetzt denkt „häh, da war doch nur ne halbe Stunde Spielzeit?“, wie geht das!? Tja, hier mal ein Intro weg, ein schneller Übergang zum nächsten Song, und reden wird generell überbewertet … im Ernst? Anstrengend war´s, aber im Endeffekt: Was gibt es Schöneres als auf der Bühne zu stehen? Die Zugaberufe nach „The Promise“, die können wir natürlich leider nicht erfüllen! Aber: Die Jury hat uns auf den dritten Platz gewählt, das bedeutet für uns einen Festivalslot in diesem Jahr in Dortmund, und da werden wir natürlich ordentlich abrocken! Wie natürlich bei allen nächsten Shows, bei denen wir dann wieder etwas mehr Zeit haben! 

 

 

In diesem Sinne: Danke Dortmund, danke domicil, danke DEW21!

 

 

CU@TheShow!

 

*Shirley*Sanni*Theus*Marv*Rob*

 

 

 

 

 

 

Foto oben: SchöNi